Von der Krise zur Kunst: Ein Leben in Bildern

Angela Höchtl war schon immer kreativ. Bereits in ihrer Kindheit gehörten Stift und Pinsel zu ihren treuesten Begleiter. Doch wirklich nachhaltig mit der Malerei beschäftigte sich die Österreicherin erst durch einen dramatischen Lebensabschnitt. Ihr mittleres Kind verunfallte so schwer, dass sie selbst die Reanimation durchführen musste. Später folgte eine schwere Krankheit. In dieser Zeit fand Höchtl in der Kunst ihren Halt. Das Malen wurde für sie zu einem Zufluchtsort, frei von Sorgen und belastenden Gedanken. Ihre ersten Werke waren schwerfällig, geprägt von dem Schmerz, den sie durchlebte. Eines der eindrucksvollsten Bilder aus dieser Phase zeigt etwa ein realistisch gezeichnetes Kind – die Hand amputiert, das Gesicht schmerzverzerrt vom Schmerz. Es folgten weitere Werke, in denen sich die Künstlerin mit den Schattenseiten und Lichtblicken des Lebens beschäftigte. In ihrem Werk “Metamorphose” drückt sie etwa aus, in welche unterschiedliche Richtungen uns das Schicksal führen kann. Nach ihren ersten Zeichnungen experimentierte sie mit verschiedenen Techniken. Doch stets blieb der Mensch im Mittelpunkt ihrer Kunst – mal als realistisches Porträt, mal in abstrakter Form.

Emotionale Tiefe für stilvolle Räume

Für Innenarchitekten sind Höchtls Werke von besonderem Interesse, weil sie eine außergewöhnliche Balance zwischen Ausdrucksstärke und Ästhetik schaffen. Ihre Bilder sind keine beliebigen Dekorationsobjekte, sondern transportieren Stimmungen, erzählen Geschichten und regen zur Reflexion an. Besonders in Räumen, die eine besondere Atmosphäre schaffen sollen – sei es in Wohnräumen, Hotels oder stilvollen Büros – entfalten ihre Werke ihre volle Wirkung. Ein zentrales Thema in Höchtls Kunst ist dabei der Mensch mit all seinen Facetten. Sie hinterfragt gängige Schönheitsideale und gesellschaftliche Normen. So tauchen in ihren Bildern unter anderem füllige Frauenkörper auf. “Kunst muss auch provozieren”, sagt die Künstlerin. Viel zu schnell stecke man Menschen in Schubladen und bewertet sie nach äußeren Merkmalen, ohne ihren Kern zu erkennen.

Vielseitigkeit für unterschiedliche Raumkonzepte

Höchtls Kunst eignet sich für verschiedene Einrichtungsstile. Ihre semiabstrakten Werke lassen sich hervorragend in moderne Räume integrieren. Sie liebt es, zwischen klaren, figurativen Darstellungen und freier, abstrakter Kunst zu wechseln. In abstrakten Arbeiten zeigt sich oft eine besonders ehrliche Ausdrucksweise – hier lässt sie die Farben und Formen fließen, ohne sich an starre Vorgaben zu halten. Für klassisch-elegante Räume bieten sich ihre figurativen Werke an. Sie besitzen eine außergewöhnliche Ausdrucksstärke – als hätten sie eine eigene Seele, wie viele Betrachter es beschreiben. Besonders in großzügigen Eingangsbereichen, Hotelzimmern oder stilvollen Lounges entfalten sie ihre volle Kraft. Höchtl hat zudem eine Vorliebe für religiöse Motive, jedoch nicht im traditionellen Sinn. Ihre Darstellungen hinterfragen Glauben und Spiritualität, polarisieren und regen zum Nachdenken an. Besonders durch ihre persönliche Verbindung zu diesem Thema – ihr Sohn hatte ein Nahtoderlebnis – verleiht sie diesen Werken eine besondere Tiefe.

Der künstlerische Prozess und die Wirkung auf den Raum

Höchtl malt oft mit Musik. Klassische Stücke helfen ihr bei der Konzentration und lassen die Kreativität fließen. Je nach Stimmung legt die Österreicherin aber gerne auch einmal Heavy Metal auf. “Für mich ist Malen etwas ganz persönliches", sagt sie. Ihre Motive und Formen entstehen je nach Emotionen und Erlebnisse. Dabei prägt sie neben ihrer persönlichen Lebensgeschichte auch ihr Beruf. Als Krankenschwester mit über 20-jähriger Berufserfahrung auf einer geriatrischen Station ist sie mit viel Leid und dem Tod als täglichen Begleiter konfrontiert. In ihren Werken verarbeitet sie nicht selten auch jene Erlebnisse. Bei ihren Betrachtern löst sie damit Faszination aus. Sie beschreiben  ihre Werke als tief berührend. Ihre Kunst findet mittlerweile auch international Anklang. Werke wurden bereits nach Deutschland, Kopenhagen, Rumänien und Polen verkauft.

Fazit: Kunst, die Räume lebendig macht

Angela Höchtl ist eine Künstlerin, die ihre Emotionen in Farbe, Form und Ausdruck übersetzt. Ihre Werke sind keine belanglose Dekoration, sondern erzählen Geschichten, regen zum Nachdenken an und verleihen Räumen Tiefe. Für Innenarchitekten sind ihre Bilder eine wertvolle Ergänzung in Konzepten, die nicht nur optisch ansprechend, sondern auch emotional wirksam sein sollen. Sie schaffen Atmosphäre – sei es in privaten Wohnräumen, repräsentativen Geschäftsräumen oder ruhigen Rückzugsorten. Wer auf der Suche nach Kunst ist, die Räume mit Bedeutung füllt, findet in Angela Höchtls Werken eine ideale Wahl. Ihre Bilder bringen Charakter, Emotion und Seele in Innenräume – und machen sie zu einzigartigen Orten der Inspiration.